Gerade läuft „unsterblich“ von Baschi auf DRS3 und ich denke es ist Xavier Naidoo.
Gerade läuft „unsterblich“ von Baschi auf DRS3 und ich wünsche mein Radio wäre ein Toaster.
Nachdem Baschi bzw. Baschis Produzenten und „Songschreiber“ sich bisher in erster Linie durch guten Musikgeschmack ausgezeichnet haben und sich emsig bei grössen wie Snow Patrol, Robbie Williams, oder auch Hawksley Workman bedient haben, scheint man auf Hauchdeutsch nicht mehr ganz so stilsicher. Hier klingt der einzig wahre schweizer Muskistar wie die altbekannte deutsche Heulboje im Auftrag des Herrn – Xavier Naidoo – auf Valium.
Whatever, meins ist es nicht.
Baschi und Xavier hört man im Radio.
(Die Meinung des Verfassers dieses Textes deckt sich nicht zwangsläufig mit der der Chefredaktion…obwohl der Verfasser in diesem Fall eigentlich davon ausgeht)
Gemäss dem Alterna November Motto: Everything is on TV
habe ich den Sonntagabend vor dem TV verbracht.
Somit habe ich dieses Wochenende zum ersten Mal „die grössten Schweizer Hits“ gesehen.
Genaugenommen nur die letzten Minuten nachdem die Schweiz Weltmeister geworden ist, was aber auch vollkommen reichte.
Was soll ich sagen: Ich bin erschüttert.
Analysieren wir mal dieses geniale Sendeformat:
Wir haben einen alten, senilen Fussballreporter, der ungefähr so witzig ist wie ein offener Beckenbruch, ein Schlagersternchen, dass in der eigenen Sendung singt und diese auch gewinnen wird – das wirkt dann ungefähr so wie der Blatter Sepp, der den WM-Pokal überreichen sollte und ihn dann partout nicht loslassen wollte – und wir haben einen Fernsehkoch-exboybandradioenergyfamilienduelldealornodealmoderator in schwul und einen in hetero.
Diese TV-Clowns massen sich tatsächlich an, vor laufender Kamera über Musik zu diskutieren und ihre Meinung zu aktuellen wie auch alten Hits abzugeben, wobei sie nicht merken, dass das grösste Desaster sie selber sind.
Natürlich könnte ich nun Adrian Stern, die Lovebugs und Züri West (ja, ich zähle euch alle noch zu den Guten) meinetwegen sogar Bligg ein weiteres Mal an den „ihr habt euch verkauft“ Pranger stellen, verbal Amoklaufen und noch ein bisschen auf alle eindreschen. Wäre wahrscheinlich sogar witzig. Aber der Tragödie, die sich hier ein weiteres Mal abspielt, würde dies nicht gerecht.
Ich kann mich erinnern, wie jahrelang verlangt wurde, dass die schweizer Medien sich mehr auf einheimisches Schaffen konzentrieren sollen. Noch vor zehn Jahren wäre ein abendfüllendes Sendeformat mit einheimischen Künstlern völlig undenkbar gewesen. So gesehen hat „Die grössten Schweizer Hits“ die Forderungen nicht nur erfüllt sondern sogar übertroffen.
Be careful what you wish for kann man da nur sagen.
Die Frage bleibt: Kann man als ernstzunehmender Künstler an so einer Sendung teilnehmen? Traurige Tatsache: Es bleibt einem gar nichts anderes übrig. Die Jungs wissen was für eine Scheisse es ist und können einem leid tun, wenn Sie beim Fernsehen wieder einmal gute Miene zu Benis Spiel machen müssen. Denn alle Bands in der Schweiz haben eines gemeinsam: Sie agieren auf einem viel zu kleinen Heimatmarkt und ausserhalb der Schweiz interessiert sich nun wirklich kein Schwein dafür was bei uns angesagt ist. Der deutsche Markt hat 80 Millionen potentielle Käufer, in der Schweiz sind es deren sieben. Wer nur halbwegs von der eignen Musik leben will kommt leider nicht umhin mit dem Teufel (wahlweise in der Gestalt von Francine Jordi oder von Beni Turnherr) ins Bett zu steigen.
Immerhin können diese Bands von ihrer Musik leben. Bei der UBS, Novartis oder auch Saturn zu arbeiten hat auch nicht unbedingt mehr credibility.
Nächste Woche ist das Finale. Ich werde mir eine DVDs ausleihen müssen, denn diese Sendung kann man sich nicht einmal schönsaufen.
Ryan Risiko Rocket
Kommentare zu diesem Beitrag sind erwünscht, allerdings nur von Usern, die keine solchen Kompromisse eingehen und trotzdem auf mehr als zwei Konzerte im Monat mit mehr als 100 Zuschauern (natürlich alle Konzerte zusammengerechnet) kommen.
Til Schweiger als Produzent und Christian Ulmen als Crocodile Dundee ergibt eine erfrischende Komödie. Das wahre Highlight ist aber Bruce Berger. So läufts im Studio, echt! Do it again but this time with feeling.
Männerherzen jetzt im Kino.
und hier noch das fertige Produkt:
Damit wäre der Platz hinter Francine Jordi und Gölä beim Finale der grössten Schweizer Hits auf sicher.
Tonight werden in Basels bestsubventioniertem Tempel der hohen Künste für einmal nicht nur Theaterproduktionen vor engstem Kreis vorgeführt. Nein, heute Abend lässt sich die Kaserne in die Niederungen der Musik herab und engagiert eine Coverband. Die EASY DUB ALLSTARS präsentieren ihre Version von Radioheads bzw Radiodreads O.K. Computer, sie bringen uns die Dub Side of the Moon oder grooven zu Easy Star’s Lonely Hearts Dub Band.
Dank staatlicher Subventionen in sechstelliger Höhe ist es sogar gelungen die Ticketpreise auf günstigen Fr. 36.- zu halten. Das Bier zum Selbstkostenpreis und freundliche Sicherheitsleute und Personal gibt es wie immer dazu.
Gehet also wieder einmal hin, aber nicht zu zahlreich, denn ihr wisst ja, sobald jemand mal wieder Konzerte in der Kaserne veranstaltet, die die Leute auch sehen wollen, wird das Musikteam subito wieder ausgetauscht.
Die Easy Dub Allstars können da aber nix für, klingen so und sind sehenswert:
Es ist mir bewusst, dass ich mir mit diesem Eintrag auf zwei Zeilen Ärger mit drei verschiedenen Seiten einhandle.
Aber Leute, sorry, ich kann nicht anders:
Gerade läuft Desire von Mothers Pride auf DRS3 und ich denke es ist die neue Lovebugs Single
Gerade läuft Desire von Mothers Pride auf DRS3 und ich wünsche es ist die neue Lovebugs Single
Desire von Mothers Pride hört man hier (ich habe es ab 1.22min gehört)
Shine von den Lovebugs hört man im Radio.
(Die Meinung des Verfassers dieses Textes deckt sich nicht zwangsläufig mit der der Chefredaktion)
Politische Inkorrektheit sollte aber auch in den eigenen vier Wänden praktiziert werden.
Nicht die beste Coverversion (das wäre dann Mrs. Robinson in der Version der Lemonheads) sondern das beste Albumcover wird heute gesucht. Und auch hier sind wieder einige alte Bekannte dabei. Zuerst aber einmal ein schlichtes Cover, dass trotzdem richtig knallt:
Ein Bild, das um die Welt ging. Das Cover von Nevermind rundetet das „wir nehmen eine alternative Band und machen daraus innert eines Jahres die grösste Band der Welt“ – Gesamtkunstwerk von David Geffen ab.
Diese Cover fällt auf, Blau kommt immer gut und jeder kann irgendeinen tieferen Sinn rein interpretieren.
Ursprünglich nur als Notlösung, weil das Originalcover unverkäuflich war, (Walmart steht nich so auf Roboter mit Messerzähnen die auf der Strasse Mädchen vergewaltigen), sorgte nicht zuletzt dieses Bild dafür, dass die Guns n‘ Roses Urbesetzung bis heute unvergessen ist. Optisch und musikalisch der absolute Höhepunkt der grössten Rockband der Achtziger.
Sex Pistols: Nevermind the bollocks
Über zwanzig Jahre alt und über zwanzigtausend Mal kopiert.
Unübersehbar, zeitlos. Das perfekte Cover.
Wollte schon über die Band schreiben, als sie noch nur the staggers hiessen. Mittlerweile sind daraus sogar the incredible staggers geworden. Ein Grund mehr um die Stylekönige und the Who-Jünger aus Graz, die es ab und an auch über den Arlberg bis zu uns ins Heidiland schaffen, zu präsentieren.
Lernen kann man auch noch was: Nämlich etwas für viele Bands, die uns immer wieder ihre supernetten Bandfotos zeigen:
Hört man ihn als MP3 ohne Bilder, dann klingt er erwachsen, rotzfrech und nach einer Band mit internationalem Format.
Sieht man dann den Videoclip dazu, überrascht vor allem die Tatsache, dass es sich hier um wahrwscheinlich um die besten „guaranteed real teenagers“ seit Ash handelt.
Deswegen erst MP3 anhören – Meinung bilden – und dann Videoclip reinziehen.