Es wird ja immer schwieriger Platten zu verkaufen. Samma uns ehrlich, wegen einem öden Silberling greift der durchschnittliche Kunde nur ungern auf sein schwerverdientes Geld zurück. Abgesehen von den – in der Schweiz sogar legalen (download only) – Möglichkeiten, zum Nulltarif zu Musik zu kommen, kauft man sich heute halt auch gerne nur 2-3 Stücke eines Albums, da der Rest oftmals eh nur Füllmaterial ist.
Deswegen müssen sich die Verantwortlichen der platten-Firmen auch immer wieder überlegen, wie sie an das Geld ihrer, leider nicht mehr ganz so hörigen Kunden kommen.
Bei Gölä und den Bellamy Brothers sieht das dann so aus:
Passend zum Weihnachtsgeschäft gibt es die limitierte Collectors BoX.
“Dieses umfangreiche, nummerierte Boxset kommt in einer dekorativen Holzkiste und enthält, neben der limitierten Version des Albums und der DVD, ein exklusives US-Nummernschild, ein 120-seitiges Fotobuch, eine Gürtelschnalle, ein Cowboyhut, ein Bandana sowie zwei limitierte Kunstdrucke von Bildern, die während der Session entstanden sind.” (Quelle: cede.ch)
Ein Kunstdruck von Gölä wollte ich schon immer haben… und wenn das Ganze dann auch noch lediglich geschenkte 265.90 kostet, bestelle ich wahrscheinlich direkt 10 Stück.
Aber was Gölä kann, können wir schon lange: Wir haben uns inspirieren lassen und bieten in Zusammenarbeit mit Anker Platten exklusiv die Alterna Box!
“Dieses umfangreiche, nummerierte Boxset kommt in einer angeschimmelten Kartonkiste und enthält, neben den signierten Platten von Sheila she loves you und Christopher Christopher eine exklusive, mit persönlichen Beleidigungen in Wasserfarben verzierte CD von Aie ça gicle. Sowie ein 12-seitiges Fotobuch mit Urlaubsbildern von Ryan Rocket. Dazu eine Socke, ein Velohelm, eine Banane sowie zwei limitierte Abdrücke von Kaffeetassen auf dem Alterna Studiotisch, die während der Session entstanden sind.” Das alles streng limitiert und für Fr. 350.-
Bestellungen schriftlich an info@alternarecordingstudios.ch
Nach kurzem aber heftigem Protest wird aus der Bloz wieder die Baz!
Wir sind erleichtert.
Damit ist die Basler Volksseele versöhnt, denn jetzt haben wir zwar immer noch eine miese Zeitung, aber sie gehört wieder uns!
Und Moritz Suter hat ja Erfahrung genug mit serbelnden Unternehmen.
Bis zum Läckerli-Huus aber keinen Fussbreit weiter
Road Eyes das mittlerweile 3. Album der vom Soloprojekt zum Quintett angewachsenen Band aus Nottingham überzeugt auf der ganzen Linie. Neuland betreten die Jungs aber nicht zuletzt mit dem Videoclip zur Single Black Hole Kids (sucht noch jemand einen guten Bandnamen?) . Dieser ist nämlich in 360° aufgenommen und zudem interaktiv. Ausprobieren kann man das hier. Einfach mit der Maus durch das Bild fahren und ihr bestimmt selbst welchen Ausschnitt ihr seht. Zugegeben, die Technik ist noch am Anfang, aber gerade wenn man an Konzertaufnahmen denkt, wird einem schnell klar, was sich hier für neue Möglichkeiten eröffnen.
Hier für alle ewig gestrigen die Widescreen Version, aber wie gesagt folgt dem link und probiert es selber aus
Oasis-Grinch Liam kommt gerade noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft ohne Noel zurück. Mit dem ex-Robbie Williams Drummer und den Oasis Mitstreitern Archer und Bell läutet er schon mal die Weihnachtsglocken. Liam bringt uns zwar nicht gerade das Licht, aber doch einen Song, der vieles was man in letzten Jahren von Oasis anhören musste locker in den Schatten stellt. Das Noel noch immer zu Hause schmollt und wahrscheinlich auf der Suche nach Inspiration den gesamten Katalog der Beatles via iTunes runterlädt, fällt dabei kaum ins Gewicht. Dafür sorgen auch die Herren Archer und Bell, welche offensichtlich einen bandinternen Noel look-a-like Wettbewerb austragen. Man darf auf das Album gespannt sein.
Jetzt hat er uns doch gearde in seiner Biographie äusserst unterhaltsam erklärt, warum er gut und ORal SEx – äh… axl ROSE – böse ist und nun das…
Der ansonsten stilsichere Slash covert sich selbst und liefert ein peinliches Stück Musik ab, wie das sonst momentan wahrscheinlich nur Weezer noch besser könnten.
Auf der Deluxe-Version von Slashs Soloalbum befindet sich doch tatsächlich eine Version von Paradise City feat. Cypress Hill und Fergie.
Wer schon immer wissen wollte, wie man einem Weltklassesong auch das letzte bisschen Qualität aus den Noten prügelt, der kann das hier anhören. Einzige Erkenntnis: Fergie würde als valablen Ersatz für Axl durchgehen – nicht für den Jungen, aber immerhin für das alte aufgedunsene Tablettenwrack.
Ich weiss, ich weiss, über Kreisky wurde schon einmal im Vienna Calling Blog zum Ausnahmekünstler Austrofred berichtet. In letzter Zeit hat sich Meine Schuld, meine grosse Schuld quasi durch die Hintertür erneut in meinem CD-Player festgebissen und das Album wird mit jedem Hören noch besser. Was die Herren um Franz Adrian Wenzel hier live im Fuzzroom in Klagenfurt aufgenommen haben, ist nicht weniger als das brachialste Werk deutschsprachiger Rockmusik der letzten Jahre. Weltklasse Texte, geniale Gitarren und ein roher Sound, der Steve Albini vor Neid erblassen lässt.
Hihoooo da draussen
In Basel ist die Herbstmesse bereits wieder vorbei, die Tage werden kürzer und die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Wie jedes Jahr kommen zu dieser Zeit viele hörenswerte Scheiben auf den Markt. Hier unsere Auswahl für ein besseres Leben mit Musik!!!
- Aie ça gicle – S.Y.R.U.P. (ANKER PLATTEN/Irascible), hochglanz Lo-Fi fürs Volk
- The Big Bang Boogie – Naked on Top (Pottwalplatten/Irascible), Bangbang Rock’n'Roll Baby!
- The Paces – Emperor & Clown – La Sagrada Familia (Irascible), Brit-Rock mit viel, viel Live Energie…
- The Amber Unit – While you started a revolution we stated love (Eigenvertrieb/I-Tunes), Ja die Liebe!
- My heart belongs to Cecilia Winter – Our love will cut through everything (Chop Records), die vielbesprochene Indie-Platte! Eine Freude für Herz und Seele…
- Blush – Traces in the snow” (MUVE/Musikvertrieb). Pop für kalte Wintertage…
Falls hier oben nix passendes dabei sein sollte und alle Stricke reissen, gibt’s selbstverständlich immernoch die altbewährten Klassiker Sheila She Loves You + Christopher Christopher auf unseren Label ANKER PLATTEN!!!
Und jetzt noch ein kleines Update zu unserer aktuellen Studioarbeit. Es läuft einiges bis Weihnachten und das ist gut so…
- Camp aus Zürich, Wohnzimmer Lo-Fi mit viel, viel Charme – Fertigstellung ihrer dritten LP
- Death by chocolate, Rock’n'Roll aus Biel, laut und roh!!! – Fertigstellung der Debut LP
- The Drops aus Basel, Pop, pop, pop – Recoding der Debut LP
- Twilight Empire, Post Punk aus Zürich – Fertigstellung Debut EP
- My heartbelongs to Cecilia Winter, Die Indie-Helden 2010 gehen in eine nächste Runde! – PreProduction
- Electric Blanket, Fresher Indie Pop aus Bern! – Basic Recordings for 2nd Album
- The Bucket, Psychadelic Brit-Rock à la Supergrass mt viel YEAH!!! – Single Produktion
Ja, das ist es mal von hier!
Wir wünsche euch allen eine frohen Weihnachtszeit und melden uns im 2011 in alter Frische wieder zurück… Hoch die Tassen und haut die Weihnachtsgans weg, wenn sie dann auf dem Tisch steht! O.k.?!
Gruss aus Mutters Küche, Philippe und Thomas
Das Ausgehen im Jahr 2010 unterscheidet sich fundamental vom Ausgehen im Jahr 2005. Während man sich 2005 bei viel zu lauter Musik gegenseitig aus kürzester Distanz ins Ohr gebrüllt hat, dass in der Nähe noch eine viel bessere Party stattfindet, dazu Unmengen getrunken hat und am nächsten Morgen die Kleider direkt in einem luftdichten Behältnis auf dem Balkon entsorgen musste, betrinkt man sich heute bei gesetzeskonformer Dezibeldröhnung in rauchfreier Umgebung.
Und während die Damen über Celebrity Magazine diskutieren, die sie natürlich nur zufällig bei einer Bekannten gesehen haben, wenden sich die Jungs ihren iPhones zu und zeigen sich lustig Filmchen über Eichhörnchenabschussrampen. Super is des.
Damit nun alle daran teilhaben können, schlagen wir euch vor euch einen neuen Tisch zuzulegen. Der schaut dann so aus:
…und revolutioniert nicht nur die Brettspiele.
Ich geh’ nicht gern auf Parties, weil mir auf Parties immer so fad is’.
Halycon Digest kommt leicht wie der Milchschaum auf meinem Morgenkaffee daher.
Das ideale Album fürs Küchenradio am Sonntagmorgen, falls die nette Bekannstschaft von gestern Abend noch ein bisschen länger bleiben soll.